Stockflecken & Schimmel – Lagerungsfehler vermeiden

Während der Bläuepilz tief in das Holz eindringt, ohne die Fasern zu zerstören, sind Stockflecken und Schimmel meist die ersten Alarmzeichen für eine falsche Lagerung und eine zu hohe Umgebungsfeuchtigkeit. Beides sind oberflächliche Pilzerscheinungen, die jedoch – wenn nicht rechtzeitig gehandelt wird – den Weg für holzzersetzende Pilze ebnen können. Besonders bei Brennholz, aber auch bei Bauholz, stellt Schimmelbefall zudem ein gesundheitliches Risiko dar.


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1. Was sind Stockflecken?

Stockflecken äußern sich durch punktförmige, meist bräunliche oder schwärzliche Verfärbungen. Sie entstehen, wenn Holz über längere Zeit in „stockender“, also stehender, feuchter Luft lagert. Es handelt sich hierbei um eine Vorstufe der Fäulnis.

Da die Feuchtigkeit im Holz nicht entweichen kann, siedeln sich Mikroorganismen an. Das Problem: Stockflecken dringen meist tiefer in das Gewebe ein als gewöhnlicher Schimmel und lassen sich oft nicht mehr einfach abwischen oder abschleifen. Sie zeigen deutlich, dass die natürliche Dauerhaftigkeit des Holzes bereits angegriffen wird.

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2. Schimmelpilze auf Holz

Schimmel bildet im Gegensatz zu Stockflecken oft einen farbigen (weißen, grünen oder schwarzen), pelzigen Belag direkt auf der Oberfläche des Holzes. Ursache hierfür ist eine sehr hohe Oberflächenfeuchte (über 20%) gepaart mit mangelnder Luftbewegung.

Häufig tritt Schimmel auf, wenn frisches Holz zu eng gestapelt oder mit einer Plastikplane luftdicht abgedeckt wird. Während der Schimmel das Holz statisch kaum schädigt, sind seine Sporen gesundheitsgefährdend. Schimmeliges Brennholz sollte daher niemals in Wohnräumen gelagert werden, da die Sporen beim Trocknen direkt in die Raumluft abgegeben werden.

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3. Die goldene Regel der Holzlagerung

Um Stockflecken und Schimmel sicher zu vermeiden, muss das Prinzip der „konstruktiven Belüftung“ eingehalten werden – Holz braucht Luft zum Atmen. Achten Sie auf folgende Kernpunkte:

  • Bodenabstand: Lagern Sie Holz niemals direkt auf der Erde. Ein Unterbau von mindestens 20 cm verhindert aufsteigende Feuchtigkeit.
  • Stapel-Leisten: Bauholz sollte zwischen jeder Lage mit schmalen Leisten („Stapellatten“) getrennt werden, damit die Luft horizontal zirkulieren kann.
  • Abdeckung: Planen oder Dächer sollten das Holz nur von oben schützen. Die Seiten müssen offen bleiben, damit ein trocknender Kamineffekt entsteht.
  • Abstand zu Wänden: Halten Sie bei der Stapelung an Hauswänden mindestens 10-15 cm Abstand zur Mauer.
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4. Sanierung: Was tun bei Befall?

Wenn Sie Schimmel oder Stockflecken auf Ihrem Holz entdecken, ist schnelles Handeln gefragt, um bleibende Schäden abzuwenden:

1. Trocknung: Sorgen Sie sofort für maximale Belüftung. Der Pilz stoppt sein Wachstum zuverlässig, sobald die Holzfeuchte unter die kritische Marke von 20% sinkt.

2. Mechanische Reinigung: Oberflächlicher Schimmel kann im Freien abgebürstet oder abgeschliffen werden – tragen Sie dabei unbedingt eine Atemschutzmaske!

3. Essig oder Chemie: Bei leichtem Befall helfen Essigreiniger oder spezielle Schimmelentferner. Bei tief sitzenden Stockflecken bringt oft nur ein Bleichmittel auf Chlorbasis die Optik zurück; eine eventuelle statische Schwächung bleibt jedoch bestehen.

Praxis-Tipp für Brennholzkäufer

Achten Sie beim Kauf von Brennholz unbedingt auf einen säuerlichen oder muffigen Geruch. Das ist ein klares Indiz für Stockflecken und fehlerhafte Lagerung. Solches Holz hat nicht nur einen deutlich geringeren Heizwert, sondern bringt auch unerwünschte, gesundheitsschädliche Pilzsporen direkt in Ihren Keller oder Ihr Wohnzimmer.


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