Fachkräfte für Lagerlogistik sorgen dafür, dass im Holzlager alles auffindbar, trocken und lieferfähig bleibt. Sie nehmen Schnittholz, Plattenware und Paletten an, prüfen Menge und Qualität, buchen den Bestand, kommissionieren Aufträge und stellen Lieferungen zusammen. Bei Holz kommt dazu, was andere Branchen nicht kennen: Lagerung nach Sortiment, Feuchteschutz und Umgang mit langen, schweren Einheiten.
Beruf auf einen Blick
Aufgaben & Tätigkeiten
Am Wareneingang wird verglichen, was auf dem Papier steht und was tatsächlich auf dem Fahrzeug liegt: Stückzahl, Länge, Querschnitt, Güteklasse, Zustand der Verpackung. Abweichungen werden dokumentiert, bevor die Ware eingelagert wird. Danach kommt die Frage, wohin: überdacht oder im Freien, welches Sortiment neben welches, wie werden Stapel gesichert.
Im Tagesgeschäft dominieren Kommissionierung und Versand. Aufträge werden zusammengestellt, mit Stapler oder Seitenstapler bewegt, verpackt, etikettiert und für die Verladung bereitgestellt. Dazu kommen Bestandsbuchungen im Lagerverwaltungssystem, Inventuren, Ordnung im Lager und die Kontrolle, ob Ware richtig abgedeckt und belüftet liegt.
Voraussetzungen & Fähigkeiten
Gefragt sind Sorgfalt, körperliche Fitness und ein Blick für Ordnung. Wer im Holzlager arbeitet, ist viel in Bewegung, arbeitet bei jedem Wetter und muss Gewichte und Längen richtig einschätzen. Ein falsch gesetzter Stapel ist nicht nur unpraktisch, sondern gefährlich.
Dazu kommt Verständnis für Zahlen und Systeme: Jede Bewegung muss gebucht werden, sonst stimmt der Bestand nicht. Der Staplerschein wird meist im Betrieb erworben.
Ausbildung zum Fachkraft für Lagerlogistik
Die Ausbildung zur Fachkraft für Lagerlogistik dauert in der Regel drei Jahre und verläuft dual. Im Betrieb lernst du Wareneingang, Lagerung, Kommissionierung und Versand kennen, in der Berufsschule Logistikprozesse, Ladungssicherung, Rechnungswesen und Arbeitssicherheit. Die Prüfung nimmt die IHK ab.
Eine kürzere Variante ist die zweijährige Ausbildung zur Fachlagerist:in; sie lässt sich anschließend um ein drittes Jahr zur Fachkraft für Lagerlogistik ergänzen. Das Holzwissen kommt im Betrieb dazu: Sortimente, Güteklassen, Feuchte, Stapelbau und der Umgang mit Seitenstapler und Kran.
Gehalt als Fachkraft für Lagerlogistik
Die Angaben sind Anhaltswerte und unterscheiden sich je nach Region, Betriebsgröße, Tarifbindung und Qualifikation. Verbindlich sind die Auskünfte von Kammer und Agentur für Arbeit.
Bewerbung & Vorstellungsgespräch
Eine gute Bewerbung überzeugt mit Klarheit und Persönlichkeit. Bereite dich auf typische Fragen vor – und zeige echtes Interesse am Betrieb.
Arbeite ich draußen oder in der Halle?
In der Holzbranche meistens beides. Trockene Schnittware und Plattenware liegen in der Halle, Bauholz, Rundholz und Paletten oft im Freien. Wetterfeste Kleidung gehört zur Grundausstattung.
Was unterscheidet Fachlagerist:in von der Fachkraft für Lagerlogistik?
Die Fachlagerist-Ausbildung dauert zwei Jahre und ist stärker auf die praktische Lagerarbeit ausgerichtet. Die Fachkraft für Lagerlogistik lernt im dritten Jahr zusätzlich Planung, Kennzahlen und Optimierung von Prozessen.
Brauche ich den Staplerschein schon bei der Bewerbung?
In der Regel nicht. Betriebe schulen intern und lassen die Qualifikation für Flurförderzeuge im Rahmen der Ausbildung oder Einarbeitung erwerben. Vorhandene Erfahrung ist natürlich ein Pluspunkt.



