Marketing-Manager:innen sorgen dafür, dass ein Holzbetrieb wahrgenommen wird – bei Kund:innen, Partnern und Bewerber:innen. Sie entwickeln die Positionierung, planen Kampagnen, betreuen Kataloge, Website und Messeauftritte und arbeiten dabei eng mit Vertrieb und Geschäftsführung zusammen. In einer Branche, in der viele Betriebe technisch ähnliche Produkte anbieten, entscheidet oft die Darstellung.
Beruf auf einen Blick
Aufgaben & Tätigkeiten
Die Arbeit beginnt bei der Frage, wofür der Betrieb stehen soll und wen er erreichen will – Zimmereien, Architekt:innen, Baustoffhändler oder Endkund:innen brauchen jeweils eine andere Ansprache. Daraus entstehen Kampagnen, Produktbroschüren, Referenzberichte, Anzeigen und Inhalte für Website und Social Media.
Dazu kommt das Organisatorische: Messeauftritte planen und abwickeln, Fotoshootings in Werk und Wald begleiten, Agenturen und Druckereien steuern, Budgets im Auge behalten und die Wirkung der Maßnahmen auswerten. Ein großer Teil des Alltags ist Abstimmung mit dem Vertrieb, damit Kampagne und Verkaufsgespräch dieselbe Sprache sprechen.
Voraussetzungen & Fähigkeiten
Gefragt sind Sprachgefühl, konzeptionelles Denken und Organisationsstärke. Wer im Marketing eines Holzbetriebs arbeitet, muss technische Inhalte verstehen und in verständliche Botschaften übersetzen – ohne dabei Dinge zu behaupten, die das Produkt nicht hält.
Hilfreich sind Grundkenntnisse in Bild- und Layoutprogrammen, im Umgang mit Content-Management-Systemen und in der Auswertung von Kennzahlen. Wichtiger als jedes Tool ist aber die Fähigkeit, Projekte mit vielen Beteiligten termingerecht durchzuziehen.
Ausbildung zum Marketing-Manager:in
Es gibt mehrere Wege. Über die Ausbildung führt der Weg meist über Kaufleute für Marketingkommunikation oder Industriekaufleute mit anschließender Spezialisierung; über die Hochschule über Studiengänge in Marketing, Kommunikation, Medien oder Betriebswirtschaft.
In kleinen und mittleren Holzbetrieben ist Marketing häufig eine Ein-Personen-Stelle mit breitem Aufgabenzuschnitt. Entsprechend zählen Praxiserfahrung und ein vorzeigbares Portfolio oft mehr als der genaue Abschluss. Weiterbildungen zum Fachwirt oder Betriebswirt für Marketing bieten die Kammern berufsbegleitend an.
Gehalt als Marketing-Manager:in
Die Angaben sind Anhaltswerte und unterscheiden sich je nach Region, Betriebsgröße, Tarifbindung und Qualifikation. Verbindlich sind die Auskünfte von Kammer und Agentur für Arbeit.
Bewerbung & Vorstellungsgespräch
Eine gute Bewerbung überzeugt mit Klarheit und Persönlichkeit. Bereite dich auf typische Fragen vor – und zeige echtes Interesse am Betrieb.
Muss ich mich mit Holz auskennen?
Zu Beginn nicht, aber du wirst es dir aneignen müssen. Wer nicht versteht, worin sich Konstruktionsvollholz und Brettschichtholz unterscheiden, schreibt Texte, die Fachkund:innen sofort als hohl erkennen.
Studium oder Ausbildung – was zählt mehr?
Beides führt zum Ziel. In mittelständischen Betrieben entscheiden Praxisnachweise und Arbeitsproben oft stärker als der Abschluss; in größeren Unternehmen ist ein einschlägiges Studium häufiger die Erwartung.
Wie eng ist die Zusammenarbeit mit dem Vertrieb?
Sehr eng. Kampagnen, Messeauftritte und Verkaufsunterlagen entstehen im Abgleich mit Außendienst und Innendienst – sonst wird produziert, was im Kundengespräch niemand braucht.



